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Nach Razzia: Polizei sucht nach Kampfstoffen.

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Nach Razzia: Polizei sucht nach Kampfstoffen.

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In London sucht die Polizei weiter nach chemischen oder biologischen Kampfstoffen, einen Tag nach der Razzia auf eine vermutete Bombenwerkstatt in einem Haus im Einwandererviertel Forest Gate. Beim Sturm der Spezialkräfte auf das Haus wurde gestern ein 23-jähriger Mann aus Bangladesch angeschossen, der im Krankenhaus behandelt wird. Er und sein Bruder wurden inzwischen verhaftet. Die Polizei ließ unterdessen eine Familie wieder frei, die sie vorübergehend fest genommen hatte. Miglieder der Familie beklagten sich über das gewaltsame Vorgehen der Polizei ihnen gegenüber.

Der Schuldirektor Mian Aslam zeigte sich überrascht und schockiert von der Polizeiaktion. Die muslimische Gemeinde sei sehr nervös. Und Mohammed Zaki Ahmed von der Moschee des Viertels sagte, bei ihm würden die Menschen zu gesetzestreuen Bürgern erzogen. In seinem Viertel gäbe es keine Islamisten. Offenbar hatte die Polizei vor dem Sturm ernst zu nehmende Hinweise darauf erhalten, dass in dem Haus Material zum Bau von Chemiewaffen versteckt werde. Sie vermutet inzwischen aber, dass es sich eher um einfache Heimwerkerprodukte handle als um komplizierte Bomben.