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Alan Garcia gewinnt Präsidentenwahl in Peru

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Alan Garcia gewinnt Präsidentenwahl in Peru

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In Peru hat der Sozialdemokrat Alan Garcia die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gewonnen. Nach Angaben der zentralen Wahlkommission kam er auf gut 55% der Stimmen. Für seinen nationalistischen Gegenkandidaten Ollanta Humala stimmten nur 44%. Für Humala hatte sich Venezuelas populistischer Präsident Hugo Chavez stark gemacht. Peru habe eine Botschaft der nationalen Souveränität ausgesandt, sagte Garcia in der Hauptstadt Lima: Die Peruaner hätten den Versuch von Hugo Chavez zurückgewiesen, sie in sein veraltetes militärisches Modell einzubinden, das er in ganz Lateinamerika installieren möchte. Garcia gilt als Vertreter der gemäßigten Linken – wie etwa die neue chilenische Präsidentin Michelle Bachelet. Nach Angaben von Meinungsforschern profitierte er vor allem von der Angst der Mittel- und Oberschicht vor Ollanta Humala und seiner aggressiven Mischung aus linken Wirtschaftsparolen und rechten Konzepten zur inneren Sicherheit. Der Wahlsieger Alan Garcia hatte das Präsidentenamt schon einmal inne, von 1985 bis 1990. In Anspielung auf das damalige wirtschaftliche und politische Chaos erklärte er, seine Regierung werde sich vor Machthunger und Verschwendung hüten.