Eilmeldung

Eilmeldung

Journalisten und Verleger: Russischer Staat kontrolliert immer mehr Medien

Sie lesen gerade:

Journalisten und Verleger: Russischer Staat kontrolliert immer mehr Medien

Schriftgrösse Aa Aa

Beim Jahreskongress des Weltzeitungsverbandes in Moskau ist es vor der Rede des russischen Präsidenten Vladimir Putin zu einem Zwischenfall gekommen. Mitglieder eine linksextremen Partei störten den Auftritt des Präsidenten mit Zwischenrufen wie “Putin – Henker der Freiheit” und “Henker von Beslan” in Anspielung auf das Schulmassaker vom Herbst 2004.

Sicherheitskräfte konfiszierten ihre Transparente und brachten sie aus dem Saal. Vor den 1.700 Verlegern und Journalisten des Kongresses nahm Putin danach zu Vorwürfen Stellung, der russische Staat kontrolliere zunehmend die Medien des Landes: “Verbandsvorsitzender O’Reilly hat von der zunehmenden staatlichen Beteiligung an den Massenmedien gesprochen. Ich habe dazu andere Informationen. Die staatliche Beteiligung am Medienmarkt geht kontinuierlich zurück. Es ist nicht schwierig, sich selbst davon zu überzeugen.” Zuvor hatte der Vorsitzende des Weltzeitungsverbandes, Gavin O’Reilly, in seiner Rede auf die Kritik Hunderter russischer Journalisten und Verleger verwiesen, in ihrem Land werde zu wenig für die Pressefreiheit getan. Der Jahreskongress des Weltzeitungsverbandes wurde heute eröffnet und wird noch bis Mittwoch tagen.