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Neue Runde im Atomstreit mit dem Iran: Laridschani begrüßt Kompromisspapier

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Neue Runde im Atomstreit mit dem Iran: Laridschani begrüßt Kompromisspapier

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Der Iran hat den neuesten Vorschlag der Internationaen Gemeinschaft zur Beilegung des Atomstreits begrüßt. Atom-Chefunterhänder Ali Laridschani sagte, man werde das Papier gründlich prüfen. Die Gespräche mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana seien positiv verlaufen und auch das Paket enthalte begrüßenswerte Aspekte, allerdings gebe es dennoch einige Unklarheiten. Vor allem aber sei es für Teheran positiv, dass die Europäer den Verhandlungsweg gewählt hätten, um den Konflikt beizulegen.

Zuvor hatte Solana der iranischen Regierung in Teheran den jüngsten Kompromissvorschlag der Internationalen Gemeinschaft überreicht, den die fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und Deutschland vergangene Woche in Wien beschlossen hatten. Offenbar sind in dem Papier auch wichtige Handels-Zugeständnisse seitens der USA enthalten. Laut US-Medienberichten soll dem Iran etwa erstmals seit 27 Jahren der Import von modernen Boeing-Flugzeugteilen erlaubt werden, wenn er sich bereit erklärt, auf das Programm zur Urananreicherung zu verzichten. Andernfalls werden dem Land verschiedene Strafmaßnahmen angedroht – ein Militärschlag soll allerdings nicht darunter sein. Schon bei seiner Ankunft auf dem Teheraner Flughafen betonte Solana die Absicht des Westens, zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Man wolle den Beginn einer neuen Beziehung auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen, sagte Solana. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Als Indiz dafür gilt, dass der Iran sein Programm zur Urananreicherugn jahrelang geheim gehalten hatte.