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Weitere Ausschreitungen in Ost-Timor

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Weitere Ausschreitungen in Ost-Timor

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In Ost-Timor haben marodierende Banden – überwiegend Jugendliche – erneut Häuser geplündert und in Brand gesetzt. Die seit Ende vergangenen Monats andauernden Ausschreitungen konnten auch von der internationalen Eingreiftruppe noch nicht unterbunden werden. Im Zentrum der Hauptstadt Dili wurde ein Lagerhaus mit Lebensmitteln geplündert; diese waren vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen geliefert worden. Nach einiger Zeit griffen Soldaten der internationalen Eingreiftruppe ein. In Ost-Timor sind mehr als 2200 Soldaten aus Australien, Neuseeland und Malaysia sowie aus der früheren Kolonialmacht Portugal im Einsatz. Die Regierung des Landes hatte um die Entsendung der Eingreiftruppe gebeten. Auslöser der Unruhen war die Entlassung von sechshundert streikenden Soldaten; als Hintergrund nennen Beobachter einen Konflikt zwischen rivalisierenden Bevölkerungsgruppen im Osten und Westen des Landes. Nach Schätzungen internationaler Hilfsorganisationen haben rund 100.000 Menschen in provisorischen und völlig überfüllten Lagern Zuflucht genommen. Der Direktor des Welternährungsprogramms erklärte, die Versorgung dieser Menschen sei sichergestellt. Mehrere weitere Organisationen schickten Hilfsgüter wie Zelte und Decken.