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Anti-NATO-Aktionen auf der Krim

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Anti-NATO-Aktionen auf der Krim

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Auf ihren Transparenten steht “ Russland sei unbesorgt – die Krim steht an deiner Seite” , oder auch “ NATO nein – Russland ja – Mit diesen Dauerprotesten belagern Demonstranten seit deren Ankunft am 28. Mai die Unterkunft von 200 Soldaten einer amerikanischen Pioniereinheit, die die Anlagen für das Manöver “Sea Breeze” vorbereiten sollte. Das Regionalparlament der Krim, hat die ukrainische Halbinsel symbolisch zur “NATO-freien Zone” erklärt. Das richtet sich eindeutig gegen die Politik von Präsident Viktor Juschtschenko in Kiew, der abzuwiegeln versucht mit der Bemerkung,
dieses politische Votum ändere nichts an den Prinzipien der Beziehungen zwischen der Ukraine und der NATO. Die Angestellten des Sanatoriums, die dem die US-Soldaten untergebracht wurden, weigerten sich, für diese Gäste zu arbeiten. Bis die umziehen mussten, was eine begeisterte Menge vor der Tür zu einer lauten iegesfeier animierte.

Verstehen lässt sich solche Reaktion nur mit Blick auf die Geschichte. Nach dem Krimkrieg gegen die Türken Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Krim erst unabhängig und dann 1783 von Russland annektiert. ast 200 Jahre später machte dann der in der Ukraine geborere Kreml-Herrscher Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel seiner Heimastrepublik zum Geschenk.

Die strategisch wichtige Krim war schon 1997 Austragungsort von gemeinsamen Manövern im Rahmen der “Partnerschaft für den Frieden”. ie diesjährige Übung gilt ausdrücklich nicht als NATO-Manöver sondern als bilaterale Angelegenheit von Ukraine und NATO – wobei sich weiter Staaten beteiligen können. ussland, das im Krim-Hafen Sewastopol nach wie vor seine wichtigste Schwarzmeer-Marinebasis unterhält, wird als Beobachter teilnehmen. Der Streit zeigt erneut: it seinem Konzept der Westanbindung hat sich Präsident Juschtschenko noch lange nicht durchgesetzt. Die russland-orientierte Opposition ist nach wie vor stark.