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Irakische Regierung entlässt Hunderte Gefangene

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Irakische Regierung entlässt Hunderte Gefangene

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Als Geste der nationalen Versöhnung sind im Irak die ersten Gefangenen frei gelassen worden. Am zentralen Busbahnhof in der Hauptstadt Bagdad wurden mehr als 100 Inhaftierte von ihren Familien in Empfang genommen. Im ganzen Land waren es fast es 600.

Schon gestern hatte der neue irakische Ministerpräsident, Nuri Al-Maliki, angekündigt, etwa 2000 Gefangene auf freien Fuß zu setzen. Das gelte für solche, die versehentlich verhaftet worden seien oder gegen die keine klaren Beweise vorlägen. Gleichzeitig gibt es neue Vorwürfe gegen die US-Truppen im Irak. Nördlich von Bagdad, in der Stadt Bakuba, sollen amerikanische Soldaten das Haus von Zivilisten gestürmt haben. Eine Frau, die den Angriff überlebte, sagte: “Wir haben geschlafen. Gott weiß, wir hatten keine Ahnung, als die Amerikaner kamen. Ich musste ins Krankenhaus mit zahlreichen Verletzungen am Körper.” Bei der Aktion Dienstag Nacht sollen zwei Menschen gestötet und vier verletzt worden sein. Die Hintergründe des Angriffs sind noch unklar. Das US-Verteidungsministerium ermittelt bereits im Fall von Haditha. Dort hatten US-Soldaten bis zu 24 Zivilisten getötet. Außerdem sollen sie ohne Not elf Menschen in Ishaki erschossen haben.