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Italien sagt Truppenabzug aus dem Irak für Ende des Jahres zu

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Italien sagt Truppenabzug aus dem Irak für Ende des Jahres zu

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Der italienische Außenminister Massimo d’Alema ist am Mittwoch zu einem unangekündigten Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen. Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit dem irakischen Ministerpräsidenten Maliki und anderen Regierungsmitgliedern. Nach seiner Ankunft erklärte d’Alema, Italien werde bis Ende 2006 seine Truppen aus dem Irak abziehen.

Nach dem Tod eines italienischen Soldaten am Montag bei einem Anschlag im südirakischen Nassiriya wächst der Druck auf die italienische Regierung. Bereits Ende April waren drei Italiener und ein Rumäne bei einem Anschlag auf einen multinationalen Konvoi ums Leben gekommen. Ein weiterer italienischer Soldat erlag später seinen schweren Verletzungen. Derzeit sind rund 2700 italienischen Soldaten im Irak stationiert. Laut d’Alema soll das Kontingent in einem ersten Schritt auf 1600 Mann verringert werden. Italiens Ministerpräsident Romano Prodi versicherte am Dienstag in einer Ansprache vor dem Parlament, dass der Truppenabzug eine Priorität seines Kabinetts sei. Am derzeitigen Abzugsplan werde sich jedoch trotz des jüngsten Anschlags nichts ändern. Mehrere Parteien forderten die sofortige Rückkehr der im Irak stationierten italienischen Soldaten.