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Kontroverse in der EU nach Ablehnung von Litauens Beitritt zur Eurozone im kommenden Jahr

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Kontroverse in der EU nach Ablehnung von Litauens Beitritt zur Eurozone im kommenden Jahr

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Trotz Einhaltung fast aller Stabilitätskriterien werden die Litauer weiter auf den Euro warten müssen. Das haben nun auch die Finanzminister der Eurogruppe bestätigt und damit für Unmut in den neuen Mitgliedsstaaten gesorgt. Denn Litauen schrammt mit 0,1 Prozentpunkten nur knapp an der Vorgabe für die Inflationsrate vorbei – das einzige Hindernis, um wie geplant im kommenden Januar der Eurozone beizutreten.

Doch Vertrag ist Vertrag, beharrte deren Präsident Jean-Claude Juncker mit seinen Kollegen beim Ecofin-Treffen und bestätigte damit das Nein der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank. Beim EU-Gipfel nächste Woche soll die Entscheidung besiegelt werden.

Alle Neumitglieder sind laut Beitrittsvertrag zur Einführung des Euro verpflichtet. Slowenien schafft es als einziges im kommenden Jahr. Estland, Lettland, Zypern und Malta peilen 2008 an, gefolgt von der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Polen hat sich noch nicht festgelegt.

Anders als Litauen hält Slowenien alle Maastricht-Kriterien ein und wird damit 13. Mitglied der Eurozone. Die strenge Auslegung des Vertrags gegenüber Litauen erscheint den Neumitgliedern ungerecht, da auch etliche alte Mitglieder der Euro-Zone heute über den Vorgaben liegen und Griechenland sich den Euro mit falschen Daten erkaufte. Doch wollen die Altmitglieder hart bleiben.