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Proteste in der Urkaine gegen US-Truppenpräsenz

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Proteste in der Urkaine gegen US-Truppenpräsenz

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“Yankee go Home!” – Anti-amerikanische Proteste in kyrillischer Schrift. Seit Tagen protestieren zahlreiche Bewohner der ukrainischen Halbinsel Krim gegen die Anwesenheit amerikanischer Soldaten auf ihrem Territorium. Im Juli soll hier das Manöver “Sea Breeze” stattfinden, an dem Soldaten aus 17 Nationen teilnehmen. Das Regionalparlament der Krim erklärte die Halbinsel jetzt zur “Nato-freien Zone”. Anders sieht das in der Hauptstadt Kiew aus. Präsident Viktor Juschtschenko, der einen Beitritt zur Nato anstrebt, nannte den Schritt des Regionalparlaments eine “politische Spekulation”, die die Beziehungen zwischen der Ukraine und der Nato in keiner Weise beeinträchtige. Das Krim-Parlament hatte die “Nato-freie Zone” mit einer Mehrheit von 61 zu 0 Stimmen beschlossen, 17 Abgeordnete nahmen an der Abstimmung nicht teil. Ener der Abgeordneten bezeichnete die Entscheidung der Regierung in Kiew über die Teilnahme ausländischer Soldaten an dem Manöver als “Verfassungsbruch”. Niemand habe ihr das Recht dazu gegeben. Multinationale Manöver finden auf der Krim seit 1997 statt. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums besteht keinerlei Zusammenhang mit der Nato. Das amerikanische Transportschiff “Advantage” hatte Ende Mai den ukrainische Hafen Feodossija angelaufen und dort mehrere Dutzend Container mit Material für das Manöver entladen. Seitdem halten die Proteste der ukrainischen Bevölkerung an.