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Biografie eines Top-Terroristen

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Biografie eines Top-Terroristen

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Ein Krieger wie aus einem Videospiel.
So präsentierte sich Al Sarkawi in seinem letzten Video.
Das war vor etwa sechs Wochen.
Mit seiner wilden Entschlossenheit, jeden zu töten, der seine radikale Auslegung des Islam nicht teilt, hat er im Terroristenmillieu eine Art Blitzkarriere gemacht – bis auf den Fahndungsplakaten das Kopfgeld für seine Ergreifung den Bin-Laden-Preis von 25 Millionen Dollar erreichte.

Die internationale Öffentlichkeit hörte den namen al-Sarkawi zum ersten Mal aus dem Mund des damaligen US-Außenministers Colin Powell.
Der zog bei seiner berühmten Rede im UN-Sicherheitsrat im Februar 2003 aus der Anwesenheit Sarkawis im Irak die Schlußfolgerung, dass Saddam Hussein mit Al Kaida verbündet sei.
Das war eindeutig falsch.

Erst im Oktober 2004 bekundete der Mann, der seinen Kampfnamen “al Sakawi” von seiner Geburtsstadt Sarka in Jordanien ableitet, dem Al Kaida-Führer Osama bin Laden seine Loyalität.

Geboren wurde Ahmed Chaleileh am 20. Oktober 1966 als Sohn palästinensischer Flüchtlinge.
In Jordanien war er bereits 1995 wegen Beteiligung an Aktivitäten einer regierungsfeindlichen islamistischen Organisation zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden….und vier Jahre später vom König amnestiert.
Der Fanatiker ging nach Afghanistan und als dort das Talibanregime vertrieben wurde – weiter Richtung Irak.
Mit seinen Aktionen gegen die Amerikaner gewann er Anhänger unter den Irakern.
Als bei seinen Anschlägen immer mehr Iraker starben, erntete al Sarkawi von nationalistischen irakischen Wiederstandsgruppen mehr und mehr Kritik.

Osama bin Laden hatte al-Sarkawi im Dezember 2004 per Video zu seinem Statthalter im Irak ernannt.

Es kursieren allerdings Informationen über einen Brief von bin Laden Stellvertreter al-Sawahiri , in dem dieser den “Schiitenhasser” al-Sarkawi wegen dessen brutaler Anschläge auf irakische Schiiten kritisiert.