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Kanaren bitten EU um Hilfe beim Flüchtlingsproblem

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Kanaren bitten EU um Hilfe beim Flüchtlingsproblem

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Nach der neuen Flüchtlingsflut aus Afrika hat der Regierungschef der Kanarischen Inseln nun in Brüssel persönlich die EU um Hilfe gebeten.

Fast 10.000 illegale Einwanderer landeten in diesem Jahr auf den Kanaren, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Spanien versucht, das Problem durch bilaterale Abkommen mit den Herkunftsländern in den Griff zu bekommen.

EU-Entwicklungshilfekommissar Louis Michel sagte dem Präsidenten der Regionalregierung, Adan Martin Menis, Hilfe zu. Jenem bereiten vor allem die hunderte Kinder Sorgen, für die nach spanischem Recht die Behörden die Verantwortung tragen.

“Wir haben um Hilfe gebeten, um zu sehen, wie wir das Problem mit den Kindern lösen können. Es kommen sehr junge Menschen bei uns an, 10- oder 12jährige, die hier in einen legalen Rahmen eintreten, in dem sie unter dem Schutz der Regierung stehen. Deshalb müssen wir eine Formel finden, wie wir ihnen eine Ausbildung geben können und gleichzeitig gewährleisten, dass sie damit später auch Entwicklungschancen haben und Perspektiven in ihren Heimatländern. Denn es sind darunter Kinder mit enormen Fähigkeiten, wunderbare Kinder!”

Die EU kann die Ausbildung der Kinder nicht in Spanien, aber in ihrer Heimat finanziell fördern. Die schon bestehenden Projekte sollen laut Michel durch Mittelumschichtung mit Hilfe der Kommission, Spanien und anderen Staaten ausgebaut werden.