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Europas Badegewässer weiter "zu betreten"

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Europas Badegewässer weiter "zu betreten"

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Auch in diesem Jahr können Sie an den meisten Badestränden und Seen Europas unbesorgt ins Wasser springen. Laut dem Bericht der EU-Kommission entsprechen 96 Prozent der Küstengewässer und 85 Prozent der Binnengewässer in den Mitgliedsstaaten weiterhin den EU-Qualitätsnormen.

Ein leichter Rückgang der Prozentsätze im Vergleich zum Vorjahr erkläre sich vor allem dadurch, dass nicht alle Staaten vollständige Daten lieferten und so bestimmte Standorte automatisch nicht das Qualitätssiegel bekommen. Insbesondere die Neu-Mitglieder Polen, Lettland, Ungarn und Malta, die erstmals ihre Messdaten einreichten, hätten noch Probleme damit gehabt. Beunruhigt zeigte sich Umweltkommissar Stavros Dimas dadurch, dass die Staaten immer mehr Standorte einfach von der Liste streichen.

Die Länder könnten Gewässer von der Liste nehmen, wenn diese nicht mehr von ausreichend Badegästen genutzt würden. Aber die Badegewässer-Richtlinie erlaube dies nicht, wenn damit lediglich verschmutzte Gewässer ausgeklammert werden sollen. Damit würden die Staaten ihr Gesamtbild schönen.

So haben die EU-Staaten im vergangenen Jahr weit über 200 Küsten- und Binnenstandorte einfach von der nationalen amtlichen Liste gestrichen, obwohl sie gesetzlich alle melden müssen. Somit fehlen für immerhin elf Prozent der Gewässer Angaben, die Kommission geht deshalb bereits gegen etliche Mitgliedsstaaten vor.

Im Internet können Sie im Detail Ihren Strand oder Badesee auf seine Wasserqualität testen: auf der Webseite der Europäischen Kommission unter 0;tag1;URL1;http://www.ec.europa.eu1;2;.