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Zarqawi-Effekt an den Ölmärkten dauerte nur kurz

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Zarqawi-Effekt an den Ölmärkten dauerte nur kurz

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Die Entspannung an den Ölmärkten ist nur von kurzer Dauer gewesen. Nachdem der Preis am Vortag durch den Tod von Terroristenführer Al-Zarqawi nachgegeben hatte, zog er am Freitag wieder an. In London notierte das Barrel Brent knapp unterhalb der Marke von 70 Dollar.

Experten zufolge bliebt es bis auf weiteres bei diesem hohen Preisniveau. Es gebe zwar ausreichend Öl, um die derzeitige Nachfrage zu befriedigen, erklärt der Vizepräsident des französischen Total-Konzerns, Christophe de Margerie.

Gleichzeitig gebe es aber nicht ausreichende Produktionskapazitäten, um auf eine weiter wachsende Nachfrage zu reagieren. Solange diese Situation bestehe, starke Nachfrage und begrenzte Produktionskapazitäten, bleibe es bei den hohen Preisen, so de Margerie.

Dazu kommt, dass die irakische Ölproduktion noch immer nicht wieder ihr Vorkriegsniveau von 2,5 Millionen Barrel pro Tag erreicht hat. Momentan hat die Ölindustrie des Landes große Schwierigkeiten, die Förderung auf zwei Millionen Barrel zu bringen.

Dabei ist die ständige Sorge vor Terroranschlägen auf Ölanlagen und ihre Mitarbeiter das größte Problem.