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Olmert entschuldigt sich für Tötung palästinensischer Familie

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Olmert entschuldigt sich für Tötung palästinensischer Familie

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Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat bei der heutigen Kabinettssitzung den Tod unschuldiger palästinensischer Zivilisten bedauert. Olmert sagte, am Wochenende sei es zu schwierigen Zwischenfällen im Gazastreifen gekommen. Sieben Mitglieder einer Familie seien an einem Strand von Gaza getötet worden, der Zwischenfall werde untersucht, die israelische Regierung bedaure das. Man müsse aber bedenken, dass Israel sich um Krieg befinde. Am Sonntagmorgen wurden bei Angriffen der israelischen Luftwaffe im nördlichen Gazastreifen zwei Mitglieder der islamistischen Hamas getötet. Nach Angaben des israelischen Militärs sollen mehrere Palästinenser bei Bet Lahia den Abschuss von Kleinraketen auf israelisches Territorium vorbereitet haben. Bei einem solchen Angriff war zuvor ein Israeli tödlich verletzt worden. Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija betonte noch einmal, dass er ein Referendum über eine Zwei-Staaten-Lösung derzeit für überflüssig halte. Es müsse mehr Zeit für Verhandlungen geben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas setzte indes das Datum für das Referendum gegen den Widerstand der Hamas-Regierung für den 26. Juli fest. Nach seiner Auffassung dürfte es helfen, die internationale Isolierung nach dem Amtsantritt der Hamas-Regierung zu überwinden. Sowohl Abbas als auch Hanija versprachen, für den Lebensunterhalt der siebenjährigen Huda Ghalya aufzukommen. Ihre Familie war am Freitag bei dem Beschuss eines Strandes in Gaza durch israelische Kriegsschiffe getötet worden. An diesem Sonntag wurden die Toten unter großer Beteiligung der Bevölkerung beigesetzt.