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Arcelor lehnt Mittal-Angebot erneut ab - Hauptversammlung am 30. Juni entscheidet über Fusion mit Severstal

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Arcelor lehnt Mittal-Angebot erneut ab - Hauptversammlung am 30. Juni entscheidet über Fusion mit Severstal

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In der bisher größten Übernahmeschlacht der Stahlindustrie hat der Luxemburger Arcelor-Konzern die Offerte von Mittal Steel erneut abgelehnt. Das nachgebesserte Angebot von 25,8 Milliarden Euro sei nach wie vor zu niedrig, hieß es. Gleichzeitig sehen die Luxemburger alle Hindernisse aus dem Weg geräumt, um die Fusion mit dem russischen Stahlunternehmen Severstal unter Dach und Fach zu bringen.

Vorstandschef Guy Dolle unterstrich zudem, daß auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni die Fusion nur mit mehr als 50 Prozent des Kapitals abgelehnt werden kann. Gegen diesen Abstimmungsmodus hatte es heftige Kritik gegeben, weil üblicherweise nur ein Drittel des Kapitals anwesend ist.

Die Fusion mit Severstal sei die attraktivste strategische Option, so Arcelor. Gemeinsam kämen sie auf einen Umsatz von 46 Milliarden Euro und eine Jahresproduktion von 70 Millionen Tonnen.
Ein Zusammenschluß mit Mittal würde indes einen noch größeren Stahlriesen schaffen: mit einem Umsatz von 55 Milliarden Euro und einer Produktion von 115 Millionen Tonnen.

Mittal setzt unterdessen auf Zeitgewinn. Sollte am 30. Juni keine Mehrheit gegen Serverstal zustande kommen, soll per Abstimmung wenigstens eine weitere außerordentliche Hauptversammlung Mitte August erreicht werden.

Dies könnte, so befürchtet es der Arcelor-Vorstand, Mittal einen verfahrenstechnischen Vorteil verschaffen. Denn Mittal könnte sich dann bereits einen erheblichen Anteil der Arcelor-Aktien gesichert haben.