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EU-Außenminister billigen Kongo-Einsatz

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EU-Außenminister billigen Kongo-Einsatz

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Nach Eintreffen der Vorhut im Kongo haben die EU-Außenminister nun offiziell grünes Licht für den Einsatz zur Sicherung der Wahlen im Juli gegeben – damit kann die komplette Entsendung beginnen. Knapp 2.000 Mann wird die europäische Truppe zählen, die größten Kontingente stellen Deutschland, das auch die Führung übernimmt, und Frankreich mit je rund 800 Soldaten.

Die Truppe soll vor allem dafür sorgen, dass alle Beteiligten das Ergebnis der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen am 30. Juli anerkennen. s sind seit vier Jahrzehnten die ersten freien Wahlen in dem zentralafrikanischen Staat, der so groß ist wie ganz Westeuropa zusammen.

Die Aufgabe ist gewaltig: Nach Jahrzehnten Diktatur und Bürgerkrieg gibt es im früheren Zaire weder vollständige Wahllisten noch verlässliche Melderegister. Von funktionierender Infrastruktur wie Straßen, Strom und Telefon kann nicht die Rede sein.

Die Kosten für die Vorbereitung der Wahl werden auf über 350 Millionen Euro veranschlagt, den Löwenanteil davon trägt die EU. Ihre Truppe unterstützt die weitaus größere UNO-Friedensmission. Nach vier Monaten soll der Einsatz beendet sein.