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Palästinensische Raketen treffen Sderot

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Palästinensische Raketen treffen Sderot

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Die Raketen sollen die Angst nach Israel bringen, in die Orte gleich hinter der Grenze. Palästinenser selbst haben den Abschuss gefilmt, die so genannten Al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas-Bewegung. Mehr als zwanzig Raketen gingen am Wochenende in oder nahe der israelischen Stadt Sderot nieder. Ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt, als eine Schule getroffen wurde. Hamas kündigte an, man werde so lange Weiterschiessen, bis die Einwohner vor Angst geflüchtet seien, Sderot eine Geisterstadt.

Israels Antwort auf den Raketenbeschuss: Luftangriffe, bei denen im Gazastreifen zwei Palästinenser umkamen – beide offenbar Mitglieder der Al-Kassam-Brigaden. Nach Angaben Israels waren die Männer dabei, einen Raketenabschuss vorzubereiten. Drei Hamas-Leute in diesem Auto konnten nach Zeugenaussagen entkommen. Die Gewalt ist wieder aufgeflammt, nachdem israelische Granaten eine palästinensische Familie mitsamt Kindern getötet hatten. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat ihren Tod inzwischen bedauert. Er kündigte aber auch an, weiter mit allen Mitteln gegen das Raketenfeuer vorzugehen. Unter den Palästinensern geht der Streit um die Volksabstimmung über einen Friedensplan weiter. Auch ein Treffen von Regierungschef Ismail Hanija mit Präsident Machmud Abbas brachte keine Fortschritte. Hanija rief danach zum Boykott auf und sagte, der Präsident habe kein Recht, eine solche Volksabstimmung anzusetzen. Zumindest in einem Punkt sind sich Abbas und Hanija einig: Beide versprachen, das Mädchen, das den israelischen Angriff überlebt hat, symbolisch zu adoptieren und für seinen Lebensunterhalt und die Ausbildung aufzukommen.