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Senator fordert schnelle Gerichtsverfahren für Guantanamo-Häftlinge

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Senator fordert schnelle Gerichtsverfahren für Guantanamo-Häftlinge

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Nach dem Selbstmord von drei Gefangenen im US-Militärgefängnis Guantanamo werden die Proteste gegen das umstrittene Lager auch in den USA stärker. Zwei Männer aus Saudi-Arabien und ein Jemenit waren erhängt in ihren Zellen aufgefunden worden. Menschenrechtsorganisationen und ein ehemaliger Häftling sprachen von Verzweiflungstaten.

Auch der republikanische Senator, Arlen Specter, äußerte sich kritisch: “Viele von ihnen fechten ihre Inhaftierung ohne richterlichen Beschluss an. Dazu müssen sie nicht in die USA, dazu können sie in Guantanamo bleiben. Aber das kann nicht ewig so gehen. Die Selbstmorde zeigen die Verzweiflung und diese Jungs sind ja nicht gerade Pfadfinder, sondern ziemlich harte Männer.” Specter forderte so schnell wie möglich Gerichtsverfahren anzusetzen, in den Fällen, bei denen es genügend Beweise gebe. – Die Gefangenen werden zum Teil schon seit vier Jahren ohne Prozess in Guantanamo auf Kuba festgehalten. Der Chef des Lagers hatte die Selbstmorde als Akt der Kriegsführung gegen die USA bezeichnet. Die, die sich umgebracht hätten, würden weder das eigene Leben noch das anderer achten. Ein US-Diplomat sprach von einer guten PR-Aktion. Insgesamt 460 Gefangene werden wegen des Verdachts festgehalten, sie hätten Verbindungen zum Terror-Netzwerk Al Qaida oder den afghanischen Taliban.