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Wasservergiftungen in Ungarn

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Wasservergiftungen in Ungarn

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Im Nordosten Ungarns sind weitere Menschen erkrankt, nachdem sie vergiftetes Wasser getrunken haben. Betroffen ist die Stadt Miskolc: Mehr als 40 Menschen wurden gestern ins Krankenhaus eingeliefert. Damit stieg die Zahl der Infizierten auf knapp 1500 Menschen.

Die Patienten klagen über Magenprobleme, übelkeit und Durchfall. Es wird sogar befürchtet, dass sich insgesamt ein Viertel der Bevölkerung ansteckt – insgesamt leben 185 000 Menschen in Miskolc. Deswegen ist die Bevölkerung aufgerufen, Leitungswasser mindestens 10 Minuten lang abzukochen. Der Bürgermeister der Stadt beschreibt weitere Hilfsmaßnahmen: “Wir verteilen Wasserflaschen unter den Einwohnern, bis sich die Situation bessert.” Nach Angaben der städtischen Wasserwerke sind die heftigen Regenfälle der vergangenen Woche verantwortlich für die Vergigtung des Wassers. Um die Viren und Bakterien zu vernichten, müssen zehn mal mehr Chemikalien verwendet werden, so der Sprecher der Wasserwerke. Nur eine Modernisierung des etwa 90 Jahre alten Rohrsystems könne verhindern, dass sich diese Situation wiederhole.