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Widerstand innerhalb französischer Regierungspartei gegen Fusion GdF-Suez wächst

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Widerstand innerhalb französischer Regierungspartei gegen Fusion GdF-Suez wächst

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Für die französische Regierung wird die Fusion des Staatskonzerns Gaz de France mit dem privaten Versorger Suez immer schwerer durchzusetzen. Innerhalb der neogaullistischen bürgerlichen Regierungsfraktion gibt es offenbar eine Mehrheit gegen das von Premierminister Dominique de Villepin initiierte Vorhaben. Opposition und Gewerkschaften sind ebenfalls dagegen.

Spekuliert wird nun, ob der Regierungschef das Fusionsgesetz wie geplant zur Abstimmung stellt. Mit der Fusion will Paris eine Übernahme von Suez durch die italienische Enel verhindern. Befürchtet wird eine Zerschlagung von Suez, da Enel nur an wenigen Konzernteilen interessiert ist.

Industrieminister Francois Loos wich bei einem Besuch von EuroNews in Lyon Fragen nach der Zukunft von Suez aus. Enel sei ein bedeutender Stromproduzent, der auch mit dem französischen Monopolisten EdF zusammenarbeite. Wie es weitergehe, erfahre auch die Regierung nur aus der Zeitung.

In Paris betonte ein Regierungssprecher, an dem Zeitplan für das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren werde festgehalten. Bis dahin soll versucht werden, die kritischen Abgeordneten auf Regierungslinie zu bringen.

Die Gewerkschaften kündigten unterdessen an, die Fusion notfalls mit einem Streik verhindern zu wollen.