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Airbus wegen neuer Verzögerungen unter Druck

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Airbus wegen neuer Verzögerungen unter Druck

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Die Verzögerungen bei den Airbus-Lieferungen werden teuer: Singapur zeigte sich enttäuscht über die erneuten Verspätungen des A-380 und wandte sich an den Mutterkonzern EADS, um Schadensersatz zu fordern. An der Erstauslieferung an Singapure Airlines Ende dieses Jahres hielt Airbus zwar fest. Die restlichen 9 Maschinen sollen allerdings mit sechs bis sieben Monaten Verspätung geliefert werden.

Auch der größte A-380 Abnehmer, die arabische Fluggesellschaft Emirates, kündigte Entschädigungsforderungen an. Sie hatte 43 Maschinen bestellt.

Insgesamt wurden bisher 159 Airbus-Maschinen von 16 Kunden geordert. Der Listenpreis beträgt 250 Millionen Euro pro Flugzeug. Damit sich die Entwicklungskosten rentieren, müssten mindestens 300 Flugzeuge vom Typ A-380 verkauft werden. Singapure Airlines kündigte unterdessen an, vom US-Konkurrenten Boeing Flugzeuge im Wert von mehr als 4 Milliarden Euro zu bestellen.

Schuld an den neuerlichen Verzögerungen sind Probleme mit der Elektronik, so ein Sprecher. Airbus hatte zuvor den Auslieferungstermin für die erste Maschine bereits von Mitte 2006 auf Ende des Jahres verschoben. Für die Verspätungen wurde die EADS-Aktie an der Pariser Börse drastisch abgestraft. Der Kurs brach zeitweise um 30 Prozent ein.