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Friedensverhandlungen: ETA will Teilnahme Frankreichs

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Friedensverhandlungen: ETA will Teilnahme Frankreichs

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Erstmalig seit Beginn ihrer Waffenruhe im März hat die baskische Untergrundorganisation ETA in einem offenen Kommuniqué die französische Regierung aufgerufen, an den Verhandlungen zur Lösung des Baskenkonfliktes teilzunehmen. Frankreich könne nicht länger nur Zuschauer bleiben, heißt es in dem Appell, der heute unter anderem in der baskischen Regionalzeitung GARA veröffentlicht worden war.

Seit ihrer Gründung fordert die ETA die Schaffung eines eigenständigen Baskenstaates, der sowohl Gebiete in Nordspanien als auch in Südwestfrankreich umfassen soll. Zum Anspruch der ETA auf diese französische Territorien hatte Paris bislang geschwiegen und den Separatistenkonflikt als innere spanische Angelegenheit bezeichnet. Auch zum jetzigen Appell gab es keine offizielle Stellungnahme seitens der französischen Regierung. In Spanien verwies Vize-Ministerpräsidentin María-Teresa Fernández de la Vega auf die Entschlossenheit der Regierung, den Verhandlungsweg bis zu Ende zu gehen. Das könne nur Eines bedeuten, so de la Vega: Mit der Gewalt ein für allemal abzuschließen. Für die Regierung sei das Wort Verhandlungsende gleichbedeutend mit der Aussicht auf Frieden. Zuletzt hatte die Regierung mehrere Rückschläge erlebt. So protestierten am vergangenen Wochenende 200.000 Menschen in Madrid gegen Verhandlungen mit den baskischen Separatisten.