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Spanischer Friedensprozess: ETA appelliert an Frankreich

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Spanischer Friedensprozess: ETA appelliert an Frankreich

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Fast zwei Monate ist es jetzt her, dass die baskische Untergrundorganisation ETA eine dauerhafte Waffenruhe erklärte. Doch seit April hat der spanische Friedensprozess um das Baskenland mehrere Rückschläge erlitten. In einem Appell hat sich die ETA jetzt an die französische Regierung gewandt.

Paris solle Dialogbereitschaft zeigen und in die laufenden Verhandlungen um einen neuen Status des Baskenlandes einsteigen, hiess es in dem Kommunikee, das die baskische Regionalzeitung GARA heute veröffentlichte. Seit ihrer Gründung kämpft die ETA um einen unabhängigen Baskenstaat, der sowohl Gebiete in Nordspanien als auch in Südostfrankreich umfassen soll. In dem eingeleiteten Friedensprozess kämpft die sozialistische Regierung unter Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero jedoch zunehmend mit Schwierigkeiten. Erst am vergangenen Wochenende gingen in Madrid hunderttausende Menschen gegen die geplanten Verhandlungen mit der ETA auf die Strasse. Sie warfen der Regierung vor, sich zunehmend der Untergrundorganisation zu beugen. Aus dem selben Grund hatte bereits die konservative Opposition jegliche Zusammenarbeit bei den Verhandlungen aufgekündigt.