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UNO-Ermittler bitten um mehr Zeit im "Fall Hariri"

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UNO-Ermittler bitten um mehr Zeit im "Fall Hariri"

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Die Ermittler des Attentats auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri haben die UNO um mehr Zeit gebeten. Als Grund nannte Ermittlungsleiter Serge Brammertz, Kontinuität und Stabilität bei der Aufklärung der Hintergründe seien durch eine einjährige Mandatsverlängerung gewährleistet. Vor dem Weltsicherheitsrat mußte der Belgier einräumen, dass es trotz intensiver Ermittlungen bislang nicht gelungen sei, die Mörder Hariris ausfindig zu machen. Es gebe eine Menge Spuren, aber die Beweise reichten keinesfalls für eine Anklage aus, sagte Brammertz. Fortschritte habe sein Team bei der Rekonstruktion des Attentats selbst erzielt, die Hintergründe seien aber weiter unklar.

Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton unterstützte Brammertz Forderung nach einer Mandatsverlängerung. Bolton zeigte sich mit der Arbeit der Ermittler sehr zufrieden. Bolton sagte, er gehe nicht davon aus, dass die Ermittlungen nicht richtig voran kämen, sondern dass Brammertz seine Beweise, so wörtlich, nicht vor den Schuldigen ausbreiten will. Bei dem Attentat auf Hariri am 14. Februar vergangenen Jahres waren in Beirut insgesamt mehr als 20 Menschen getötet worden.