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Verdächtiger in belgischer Kindesentführung stellt sich der Polizei

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Verdächtiger in belgischer Kindesentführung stellt sich der Polizei

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Der Mann, der in Belgien wegen des Verschwindens zweier Mädchen gesucht wurde, hat sich bei der Polizei gemeldet. Er hatte die Fahndungsbilder von sich selbst im Fernsehen gesehen. Er wird jetzt vernommen; seine Wohnung in Lüttich war schon zuvor durchsucht worden.

Der Mann ist ein vorbestrafter Sexualtäter. Seit dem Verschwinden der Kinder am Freitagabend war auch er nicht mehr gesehen worden. Als Freund einer Kellnerin hielt er sich in der Gaststätte auf, in der die Familie an jenem Abend war. Die Kinder spielten aber draußen bei einem Straßenfest und wurden erst spät vermisst. Die Mädchen sind sieben und zehn Jahre alt. Fast hunderttausend Plakate mit ihren Bildern wurden in ganz Belgien verteilt; die Polizei sucht wie hier am Fluss Maas und in der Umgebung von Lüttich mit einem Großaufgebot nach ihnen. Trotzdem fehlt weiterhin jede Spur. In Belgien geht jetzt die Furcht um vor einem neuen Kinderschänderfall wie dem um Marc Dutroux. Dutroux hatte über Jahre hinweg Mädchen entführt, gefangengehalten und missbraucht. Vier von ihnen starben.