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Wende im Übernahmepoker um Schering:

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Merck will seine Anteile nun doch an den Pharmakonzern Bayer verkaufen. Damit ist die erforderliche Mehrheit für die Übernahme von Schering greifbar nahe. Bayer, der Gewinner, muss für seinen Sieg aber tiefer in die Tasche greifen als geplant. Sein Rivale Merck hatte in den vergangenen Tagen immer mehr Schering-Aktien an der Börse aufgekauft und hält knapp 22 Prozent, die komplett an Bayer gehen sollen.

Zunächst hatte Bayer für die Schering Aktie 86 Euro geboten. Die nun erzielte Einigung sieht einen Aktienptreis von 89 Euro vor. Damit hat Merck, der lachende Dritte im Bunde, ein Geschäft von 400 Millionen Euro gemacht. Er hatte die Schering-Aktien um einiges günstiger gekauft. Der neue Preis von 89 Euro gilt auch für alle übrigen Aktionäre.

Mit den Anteilen von Merck hat Bayer die erforderliche Zwei Drittel Mehrheit übertroffen – vor der Einigung besaßen die Leverkusener bereits rund die Hälfte der Aktien. Die beiden Konkurrenten Bayer und Merck wollen in Zukunft sogar verstärkt miteinander kooperieren. Ihre Aktien reagierten auf die Einigung mit kräftigen Kursaufschlägen.