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Grundsteinlegung für Nutzpflanzen-Samenbank in der Arktis

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Grundsteinlegung für Nutzpflanzen-Samenbank in der Arktis

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Auf Spitzbergen in der Arktis ist der Grundstein für eine besondere Samenbank gelegt worden: Hier sollen die Samen von Nutzpflanzen aufbewahrt werden, um sie vor dem Aussterben zu retten. Die Anlage wird von der norwegischen Regierung errichtet, unter Beteiligung vier weiterer nordischer Staaten und der unabhängigen “Stiftung für die globale Nutzpflanzen-Vielfalt”. Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg nannte die Einrichtung ein Sicherheitsnetz für eine von Klimaveränderungen und Seuchen bedrohte Natur. Die Samenbank sei ein Beitrag zur Sicherung der Ernährung in der Zukunft, sagte er.Spitzbergen ist die Hauptinsel der Svalbard-Gruppe, die zu Norwegen gehört. Die Einrichtung wird im Sandstein der Insel gebaut, im ewigen Eis. Meterdicke Betonmauern sollen dafür sorgen, dass auch ein Atomkrieg dem eingelagerten Samen nichts anhaben könnte. Erste Pläne für eine solche Samenbank waren bereits in den achtziger Jahren aufgestellt worden.Der Vorsitzende der Stiftung für die globale Nutzpflanzenvielfalt, der in Norwegen lehrende Soziologe Cary Fowler erklärte, in der Samenbank werde eine Temperatur vor Minus 20 Grad gehalten werden; das ewige Eis der Umgebung biete eine zusätzliche Sicherheit im Falle technischer Probleme mit der Kühlanlage. Fowler gehört zu den bekanntesten Kritikern der Gentechnik; gemeinsam mit Pat Mooney erhielt er 1985 den sogenannten alternativen Nobelpreis. .