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Neue Vorwürfe gegen die USA im Irak

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Neue Vorwürfe gegen die USA im Irak

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Drei amerikanische Soldaten sind erstmals wegen vorsätzlichen Mordes an mehreren irakischen Gefangenen angeklagt worden. Das US-Militär im Irak wirft ihnen vor, während einer Operation Anfang Mai in Salaheddin absichtlich drei Gefangenen die Flucht ermöglicht zu haben – als Vorwand, um sie erschießen zu können. Einen Soldaten sollen sie mit Todesdrohungen zum Schweigen gezwungen haben. Die Angeklagten der 101. Luftlandedivision befinden sich zur Zeit in Untersuchungshaft. Vorsätzlicher Mord kann mit der Todesstrafe geahndet werden.

Unterdessen wurden offenbar zwei US-Soldaten im Irak entführt. Die beiden sind seit Freitag spurlos verschwunden. Zur Tat bekannte sich die al Kaida-nahe Gruppe “Ratgebergremium der Mudschahidin” auf einer einschlägig bekannten Internetseite. Weiter hieß es, sie hielten auch vier russische Diplomaten in ihrer Gewalt. Ein älterer ungeklärter Todesfall, in den ein US-Soldat verwickelt ist, könnte zudem neu aufgerollt werden. Dabei geht es um die Schüsse auf den italienischen Geheimdienstmitarbeiter Nicola Calipari, der die befreite Geisel Giualiana Sgrena aus dem Irak nach Italien bringen sollte. Während Washington und Rom von einem Unfall sprachen, will die italienische Staatsanwaltschaft gegen den Soldaten nun Anklage erheben. Calipari wurde erschossen, als er sich mit der Journalistin einem Checkpoint näherte.