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Leben und Taten des Charles Taylor


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Leben und Taten des Charles Taylor

Es war eine Odysse durch mehrere afrikanische Länder. Nach seinem Sturz 2003 hatte Charles Taylor drei Jahre lang in Nigeria Asyl genossen – bis der internationale Druck zu groß wurde. Es folgte die Auslieferung an Sierra Leone, wo in Freetown vor einem von den Vereinten Nationen unterstützen Sondergericht der Prozeß begann. Die Anklage lautete auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Seit er Ende der 80er Jahre vom damaligen Machthaber aus Liberia vertrieben wurde, agierte Taylor in der Region als Untergrundkämpfer. So mischte er auch im Bürgerkrieg im Nachbarland Sierra Leone mit. Die Rechtmäßigkeit des Gerichtshofes in Freetown wollte er nicht anerkennen. Vor Gericht sagte er: “ I do not recognize the juridiction of this court. I think that this is an attempt to divide the people of Liberia and Sierra Leone. I`m not guilty.”

Taylor bezeichnete den Prozeß als Versuch, die Völker von Liberia und Sierra Leone zu entzweien. Und natürlich bezeichnete er sich als unschuldig. 1997 putschte Taylor im eigenen Land und gewann dann – mit welchen Mitteln auch immer – die Präsidentschaftswahl in Liberia.

Egal bei welchem Konlikt sich Taylor als großer Kriegsherr für die Medien in Szene setzte – immer säumten Leichen seinen Weg – und als sei das noch nicht schlimm genug… liess er für seinen Kampf um die die Macht auch noch Kinder zu Soldaten abrichten!

Bleibt die Frage, wie sich dieser Herrscher mit derart blutbefleckten Händen so lange an der Macht hatte halten können.
Die Antwort zeigen die Bilder des “Staatsmannes” Charles Taylor. Für die Kontakte mit seinen westlichen Verbündeten liess er natürlich Kampfanzug und MP im Schrank und präsentierte sich als Politiker, von dem offensichtlich nicht nur die USA eine ganze Weile meinten, er könnte in Westafrika ihre Politk vertreten. Das ist nun endgültig vorbei.

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