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El-Masri sagt im Untersuchungsausschuss aus

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El-Masri sagt im Untersuchungsausschuss aus

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Im Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags zu umstrittenen Geheimdienst-Aktivitäten, der sich mit der Verschleppung des deutschen Staatsbürgers Khaled Al-Masri befasst, sagt heute zum ersten Mal Al-Masri selbst aus. Der 42-jährige war Ende 2003 aus Mazedonien verschleppt worden und erst im Sommer 2004 wieder frei gekommen. Al-Masri beschuldigt den amerikanischen Geheimdienst CIA, ihn nach Afghanistan gebracht, und dort verhört und misshandelt zu haben. Von der Zeugenaussage Al-Masris werden weitere Erkenntnisse erwartet, inwieweit deutsche Behörden Bescheid wussten. Al-Masri gab an, von einem fließend deutsch sprechenden Agenten verhört worden zu sein, der sich ihm nur als Sam vorstellte. Der Bundesnachrichtendienst und das Bundeskriminalamt bestreiten, dass Sam einer ihrer Mitarbeiter sei. Das Auswärtige Amt sei nach Aussagen eines Zeugen bereits im Januar 2004, kurz nach dem Verschwinden El-Masris, informiert gewesen, dass es sich um die Entführung eines Deutschen durch die CIA handelte.