Eilmeldung

Eilmeldung

US-Präsident Bush erinnert an ungarischen Volksaufstand

Sie lesen gerade:

US-Präsident Bush erinnert an ungarischen Volksaufstand

Schriftgrösse Aa Aa

Ein Protest gegen die Politik der USA und gegen Präsident George Bush: Aber in der ungarischen Hauptstadt Budapest, wo Bush am Abend eintraf, konnten sich für diesen Protest nicht viele begeistern. Einige Mitglieder von Amnesty International in Häftlingsanzügen blieben mit ihren Forderungen alleine.

Bush kam aus Wien, vom Gipfeltreffen mit der Europäischen Union. Sein Besuch in Budapest gilt dem Andenken an den ungarischen Volksaufstand vor fünfzig Jahren. Dieser Aufstand gegen die kommunistische Regierung wurde von der sowjetischen Armee blutig niedergeschlagen. Mindestens zweieinhalbtausend Ungarn starben dabei. Zehntausende verließen danach das Land; viele von ihnen gingen in die USA. Die Sicherheitsvorkehrungen für George Bushs Budapest-Besuch sind hoch: Zweitausend Polizisten sind im Einsatz. Über der Hauptstadt sichern amerikanische Hubschrauber den Luftraum. Schon gestern wurde die Fahrtroute des Präsidenten von parkenden Autos geräumt. Sprengstoff-Experten suchten Straßen, Gebäude und sogar die Kanalisation ab. Mehr Gehör als in Budapest fanden die Protestaufrufe in Wien: Fünfzehntausend Menschen demonstrierten dort am Abend, unter anderem gegen den Irakkrieg und das Gefangenenlager Guantanamo. Bei seinem Besuch hatte Bush bekräftigt, auch er wolle das Lager schließen. Man müsse aber Wege finden, die Häftlinge entweder vor Gericht zu bringen oder in ihre Heimatländer zu schicken.