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Konflikt in Somalia: Erste Verhandlungen speisen Hoffnung auf Entspannung

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Konflikt in Somalia: Erste Verhandlungen speisen Hoffnung auf Entspannung

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Nach den blutigen Auseinandersetzungen in Somalia gibt es erste Zeichen der Entspannung. Sowohl der Präsident der UN-gestützten Übergangsregierung, Abdullah Jussuf, als auch Vertreter der islamitischen Milizen trafen sich gestern zu Gesprächen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.

Es sind die ersten Direktverhandlungen der rivalisierenden Parteien seit Ausbruch der jüngsten Kämpfe, in denen die Milizen der “Islamischen Gerichtsunion” weite Teile Somalias, darunter die Hauptstadt Mogadishu eroberten. “Wir wollen den Prozess des Dialoges und der Einigung voranbringen”, so der Außenminister der somalischen Übergangsregierung. “Mit Gottes Hilfe werden wir zu einer Lösung kommen, die sowohl in Somalia, in der arabischen und muslimische Welt, als auch in Afrika Zustimmung findet.” Nach Angaben von Diplomaten zielen die Gespräche, die Mitte Juli fortgesetzt werden sollen, auf einen Waffenstillstand und eine Teilung der Macht im Lande ab. Durch den Vormarsch der Islamisten war die Übergangsregierung mit Sitz im südlichen Baidoa immer stärker unter Druck geraten.