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Schwedischer Journalist in Somalia getötet.

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Schwedischer Journalist in Somalia getötet.

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In der Hauptstadt Somalias Mogadischu ist ein schwedischer Journalist erschossen worden. Der 43- jährige arbeitete für einen britischen Fernsehsender. Er begleitete offenbar eine Demonstration, die von der so genannten Koalition der islamischen Gerichte organisiert wurde, einer islamitischen Rebellengruppe. Diese hatte Mogadischu unter ihre Kontrolle gebracht und begonnen, das islamische Recht – die Scharia durchzusetzen, nachdem sie Anfang des Monats rivalisierende Milizen aus der Hauptstadt vertrieben hatte. Erst gestern haben die Rebellen zusammen mit der Übergangsregierung in Somalia ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Darin erkennt die Koalition der islamischen Gerichte die Regierung an, im Gegenzug respektiert diese die Existenz der Rebellen. Die Staatsmacht genießt außerhalb ihres Sitzes in Badoia wenig Rückhalt. Das Bürgerkriegsland Somalia hat seit langem keine funktionierende Zentralgewalt mehr und ist und ohne internationale Präsenz in der Hauptstadt. Nur wenige Hilfsorganisationen haben ausländische Mitarbeiter in Somalia stationiert. Nächsten Monat wollen Regierung und Rebellen über die Machtaufteilung und eine internationale Friedenstruppe sprechen.