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Filmfestival Moskau: Personalrochade vor Eröffnung

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Filmfestival Moskau: Personalrochade vor Eröffnung

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Mit einer eher unangenehmen Premiere ist das 28. Internationale Filmfestival von Moskau eröffnet worden. Zum ersten Mal in der Festivalgeschichte sagte ein designierter Jury-Vorsitzender in letzter Minute seine Teilnahme ab. Er müsse die Neuverfilmung seines Thrillers “Funny Games” in Hollywood vorbereiten, begründete der österreichische Regisseur Peter Handke sein Fernbleiben. Die Veranstalter bezeichneten sein Verhalten als beleidigend.

Den Jury-Vorsitz übernahm stattdessen der polnische Filmemacher Andrzej Zulawski. Die russischen Medien feierten den eiligen Personalwechsel als Happy End eines Stoffes, der das Zeug zum Drama hatte. Prominenz steht auf der Gästeliste: Monica Belluci ist dabei, Gérard Depardieu wird den Stanislawski-Preis entgegen nehmen dürfen, mit dem in Moskau jährlich Hausragende Filmschaffende geehrte werden. 17 Filme stehen im Wettbewerb um die Festival-Trophäe, die Statue des Heiligen Georgs. Eröffnet wurde das Filmfest mit dem Film “Wu Ki – Die Reiter der Winde” vom chinesischen Erfolgsregisseur Chen Kaige. Im russischen Fernsehen waren nur 45 Minuten der Eröffnungsfeier wegen der laufenden Fussball-WM-Übertragung gezeigt worden.