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Londoner Anschläge: Kritik wegen angeblicher Ermittlungspannen

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Londoner Anschläge: Kritik wegen angeblicher Ermittlungspannen

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Fast ein Jahr nach den Terroranschlägen in London mit 56 Toten wächst die Kritik an der britischen Polizei wegen angeblicher Ermittlungspannen. Nach Angaben der TIMES hatten Sicherheitskräfte den Anführer der Attentäter vor den Anschlägen sogar mittels eines Sensors an seinem Fahrzeug überwacht.

Kritik hatte zuvor bereits die Erklärung des Informatikers Martin Gilbertson ausgelöst, der Informationen über die Vorbereitungen der Islamiten an die Polizei weitergeleitet hatte. Seine Warnungen blieben ungehört. “Es hat viele verdächtige Gruppen gegeben”, sagte John O’Connor, ehemaliger hoher Polizeibeamter in London. “Warum sollte sich die Polizei also allein auf diese Verdächtigen konzentrieren? Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Informationen über einen bevorstehenden Selbstmordanschlag in Großbritannien.” Der Informatiker Gilbertson hatte nach eigenen Aussagen für zwei der Terroristen gearbeitet. Ihre Aktivitäten erregten seinen Verdacht. Seine Informationen übermittelte er schließlich der Polizei, die jedoch niemals Kontakt zu ihm aufnahm. In einem islamischen Buchladen hatte Gilbertson unter anderem geholfen, anti-westliche Propaganda-Videos zu produzieren und E-Mails der Gruppe vor Zugriffen zu schützen.