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Bemühungen um Freilassung des entführten israelischen Soldaten

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Bemühungen um Freilassung des entführten israelischen Soldaten

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In Vorbereitung einer möglichen Bodenoffensive hat Israel am Rande des Gazastreifens Truppen aufmarschieren lassen. Ein Armeesprecher erklärte, es handele sich gegenwärtig um “allgemeine Vorbereitungen”. Israel bemühte sich zunächst um die Freilassung des gestern entführten Soldaten. Am Sonntag hatten militante Palästinenser einen Grenzposten südlich des Gazastreifens angegriffen; zwei israelische Soldaten wurden getötetet und den 19-jährigen Gilad Schalit in den Gazastreifen verschleppt. Der Israeli hat außerdem die französische Staatsbürgerschaft. Es war das erste Mal seit 1994, dass militanten Palästinensern die Entführung eines israelischen Soldaten gelang. Nach Angaben israelischer Medien ist eine ägyptische Delegation als Vermittler eingeschaltet. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sagte vor Journalisten in Jerusalem, er habe die Armee angewiesen, sich auf einen “langen und andauernden Militäreinsatz” vorzubereiten. Israel werde alle Täter finden und keinem Immunität gewähren. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte die Freilassung des Soldaten; sein Sprecher Nabil Abu Rudeineh sagte, auch die Hamas-geführte Palästinenserregierung müsse sich der Verantwortung stellen, denn der Gazastreifen sei in großer Gefahr. Berichten zufolge ordnete Abbas eine ausgedehnte Suchaktion der palästinensischen Sicherheitskräfte im Gazastreifen an.