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Italiener lehnen Verfassungsänderung ab

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Italiener lehnen Verfassungsänderung ab

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Beim Verfassungsreferendum in Italien deutete sich eine Ablehnung des Reformvorschlages an. Die Hochrechnungen der verschiedenen Wahlforscher zeigen bei geringen Abweichungen die gleiche Tendenz:
60 Prozent und mehr NEIN-Stimmen.

Ein Ergebnis, wie es den Interessen von Regierungschef Romano Prodi und seiner Mitte-Links-Koalition entspricht.

Es geht bei dieser Volksabstimmung um die Verteilung der Macht im Staate. Ex-Regierungschef Berlusconi hatte trotz heftiger Proteste das Referendum auf den Weg gebracht.

Für Franco Bassanini von den mitregierenden Linksdemokraten bedeutet ein NEIN, die Verfassung zu verteidigen. Was nicht heißen so, sie einzufrieren. Italien brauche Reformen – aber solche, an denen die Mehrheit der Italiener teilhaben könne.

Fabrizio Cicchitto von Berlusconis Partei “Forza Italia” macht die stärkere Mobilisierung von Wählern der Linken für die Niederlage seines Lagers verantwortlich.

Die Reform hatte auch erste Schritte in Richtung Föderalismus vorgesehen, was eine Schwächung der Zentralregierung in Rom bedeutet hätte.