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Nach englischem Millionenraub Verdächtiger in Marokko gefasst

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Nach englischem Millionenraub Verdächtiger in Marokko gefasst

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Vier Monate nach dem Millionenraub in einem englischen Gelddepot ist ein weiterer Verdächtiger gefasst. Der Mann aus London wurde zusammen mit drei anderen Briten in einem Einkaufszentrum in der marokkanischen Hauptstadt Rabat festgenommen. Die anderen drei Männer haben aber wahrscheinlich mit dem Geldraub nichts zu tun.

Die Polizei in Marokko schilderte die Festnahme als schwierig und sprach von Spezialmethoden, weil die Männer sich mit Kampfsport und Feuerwaffen ausgekannt hätten. Dreißig Polizisten waren im Einsatz. Später wurde auch der Wohnsitz der Männer in Rabat durchsucht. Der Fall war der spektakulärste Geldraub in Großbritannien seit der so genannten Great Train Robbery von 1963. Sieben Verdächtige sind bisher ermittelt und angeklagt. Bei dem Raub war Ende Februar der Leiter eines Gelddepots entführt worden, ebenso wie getrennt von ihm seine Familie. Damit konnte der Manager erpresst werden, und die Räuber bekamen Zugang zu dem Gelddepot. Dieses Depot gehörte einer privaten Sicherheitsfirma. Hier lagerten Bargeldvorräte, mit denen zum Beispiel Banken ihre Geldautomaten auffüllten. Von dem gestohlenen Geld, umgerechnet 77 Millionen Euro, wurden mehr als dreißig Millionen kurz nach der Tat gefunden. Der Rest wird immer noch vermisst.