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Israel riegelt Gaza-Streifen hermetisch ab

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Israel riegelt Gaza-Streifen hermetisch ab

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An der Grenze zum Gazastreifen hat die israelische Armee Panzerverbände zusammengezogen. Heute läuft ein von Israel gesetztes Ultimatum zur Freilassung des von radikalen Palästinensern verschleppten Soldaten ab. Der Gazastreifen wurde hermetisch abgeriegelt. Israel erwägt offenbar die gezielte Tötung führender Hamas-Politiker, darunter Ministerpräsident Hanijeh, falls dem 19-jährigen Gilead Schalit etwas zustößt.

Radikale Paläsinenser hatten den Rekruten am Sonntag bei einem Angriff auf eine israelische Stellung in ihre Gewalt gebracht und verschleppt. Nach Einschätzung israelischer Sicherheitskreise hat der Chef des Politbüros der Hamas, Meshal, der in der syrischen Hauptstadt Damaskus lebt, den Angriff angeordnet. Meshal sei es auch, der die Freilassung des israelischen Soldaten bislang abgelehnt habe. Im Gazastreifen bereiteten sich die Palästinenser in der Nacht auf eine mögliche israelische Invasion vor. Mit aufgeschütteten Erdwällen wollen sie das Vorrücken der Panzer behindern. Am Montagabend schlug in der israelischen Kleinstadt Sderot erneut eine palästinensische Kurzstreckenrakete ein. Sie traf einen Strommast. Die Stromversorgung wurde unterbrochen. Vor dem Haus von Verteidigungsministers Amir Perez in Sderot veranstalteten aufgebrachte Einwohner einen spontanen Protest.