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Nein zur Verfassungsänderung in Italien jetzt amtlich

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Nein zur Verfassungsänderung in Italien jetzt amtlich

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Die Italiener haben sich klar gegen eine grundlegende Änderung ihrer Verfassung ausgesprochen. Jetzt sind die offiziellen Endergebnisse veröffentlicht worden: 61,3 Prozent stimmten gegen die Verfassungsänderung, 38,7 Prozent dafür. Ministerpräsident Romani Prodi zeigte sich erleichtert. Er hatte eine Reform befürwortet, aber nicht in der Form wie von der Vorgänger-Regierung geplant. Nun müsse mit allen Parteien ein Dialog begonnen werden, um die Institutionen zu modernisieren, so Prodi.

Die ehemalige Regierung von Silvio Berlusconi hatte das Reformprojekt vorangetrieben. Vor allem der Koalitionspartner, die Liga Nord, wollte dadurch den reichen Regionen im Norden mehr finanzielle Eigenständigkeit zuzugestehen. Roberto Calderoni von der Lega Nord sagte zur Entscheidung der Italiener: “Wir müssen überlegen, wie wir die Nein-Wähler überzeugen können, dass das Land ohne die Verfassungsänderung zusammenbrechen wird.” Die Macht der Zentralregierung in Rom sollte zu Gunsten der zwanzig Regionen eingeschränkt werden. Neben der Föderalisierung des Landes, sah die Verfassungsreform mehr Befugnisse für den Regierungschef vor.