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Erdogan prangert Islamfeindlichkeit im Westen an

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Erdogan prangert Islamfeindlichkeit im Westen an

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Auch in Sachen Religionsfreiheit werden die Europäer die Türken noch ins Gebet nehmen. Diese ist zwar kein eigenes Beitrittskapitel, aber ebenfalls ein Streitthema. Den Europäern mangelt es vor allem an Rechtsschutz für Nicht-Muslime in der Türkei. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ging nun bei seiner Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in die Offensive und prangerte die zunehmende Islamfeindlichkeit in Europa an. Der mangelnde gegenseitige Respekt – zuletzt auf die Spitze getrieben durch die Mohammed-Kariakaturen – drohe, zum gewaltsamen Zusammenstoß der Zivilisationen zu führen.

Erdogan forderte deshalb die westlichen Staaten auf, die dort lebenden Muslime besser zu intertrieren.

Auf den Schutz der regliösen Minderheiten in seinem Land ging er nicht ein. In der streng säkularen Türkei, in der Studentinnen beim Besuch der Universität das Kopftuch ablegen müssen, fehlt es nach Auffassung der Europäischen Union vor allem an gesetzlich festgelegten Rechten zum Beispiel für die christlichen Minderheiten.

Die Türkei wird sich hier um weitere Reformen bemühen müssen, wenn sie – vielleicht in zehn, fünfzehn Jahren – der Union beitreten will.