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Israel marschiert in Gazastreifen ein

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Israel marschiert in Gazastreifen ein

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Drei Tage nach der Entführung eines israelischen Soldaten durch palästinensische Milizen ist die israelische Armee in den Gazastreifen einmarschiert. Mit Panzern rückte das Militär auf die südliche Stadt Rafah vor. Ein Militärsprecher sagte, Ziel sei nicht den Gazastreifen wieder zu besetzen, sondern nur den 19jährigen Soldaten zu befreien. Ein Vertreter der islamistischen Hamas rief die Bevölkerung auf, zu den Waffen zu greifen und Widerstand zu leisten. Davor hatte die Luftwaffe ein Kraftwerk südlich von Gaza bombardiert. Das Werk ging in Flammen auf. Große Teile des Gazastreifens lagen nach dem Angriff im Dunkeln. Außerdem waren drei Brücken beschossen worden. Nach israelischen Angaben sollte damit der Transport des entführten Soldaten verhindert werden. In der israelischen Zeitung “Haaretz” wird spekuliert, dass der Soldat im Flüchtlingslager Khan Jounis festgehalten wird. Es ist die erste Bodenoffensive seit die israelische Armee im letzten September nach 38 Jahren Besatzung aus dem Gazastreifen abzog. Von israelischer Seite hieß es, die Militäraktion könne sofort beendet werden, wenn die Palästinenser den Soldaten freilassen würden. Die diplomatischen Bemühungen liefen momentan noch parallel weiter. – Drei militante Palästinenser-Gruppen, darunter der bewaffnete Arm der Hamas, hatten den 19jährigen am Sonntag beim Angriff auf einen Grenzposten verletzt und entführt. Die Familie hatte an die Entführer appelliert, ihn medizinisch zu versorgen.