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Serbischer Ministerpräsident besucht Unruheprovinz Kosovo

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Serbischer Ministerpräsident besucht Unruheprovinz Kosovo

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Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen hat der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica die abtrünnige Provinz Kosovo besucht – am Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld: Dort unterlagen die Serben im Jahre 1389 den Osmanen und kamen für Jahrhunderte unter deren Herrschaft. “Kosovo war immer und wird immer ein Teil Serbiens sein”, sagte der nationalkonservative Politiker bei seiner Ankunft im Kloster Gracanica vor den Toren Pristinas. Die Schlacht gilt als historisches Trauma des serbischen Volkes. Das frühere serbische Kernland wurde von den Serben in den folgenden Jahrhunderten mehr und mehr aufgegeben. Sie machen heute nur noch fünf Prozent der Bevölkerung aus; 95 Prozent sind Albaner. Hunderte Albaner hatten am Morgen die wichtigsten Transitrouten blockiert, um die symbolträchtige Reise Kostunicas zu verhindern. Starke Verbände der Polizei und der NATO-geführten Schutztruppe KFOR nahmen mehr als 80 Blockierer fest. Bis zum Jahresende soll über die staatsrechtliche Zukunft Kosovos entschieden werden.