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Baskische Separatisten wollen Rolle Frankreichs bei Verhandlungen mit Madrid

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Baskische Separatisten wollen Rolle Frankreichs bei Verhandlungen mit Madrid

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Die spanische Baskenpartei Batasuna hat den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac aufgerufen, sich in die Gespräche der spanischen Regierung mit der baskischen Untergrund-organisation ETA einzuschalten. Nachdem sich Batasuna-Chef Arnaldo Otaegi bereits mit einem entsprechenden Appell an Frankreich gewandt hatte, wurde nun ein vom politischen Büro der Partei unterzeichnetes Schreiben im Elyséepalast abgegeben. Darin heisst es, Paris dürfe die Baskenfrage nicht länger als innerspanisches Problem ansehen; Frankreich sei ebenfalls Konfliktpartei und müsse deshalb an den Gesprächen teilnehmen, erklärte die der ETA nahe stehende Partei mit Blick auf das französische Baskenland. Das Siedlungsgebiet der Basken umfasst in Spanien auch Teile der Provinz Navarra. Die baskischen Separatisten beanspruchen das gesamte Gebiet einschliesslich des französischen Baskenlandes mit der Stadt Bayonne für einen unabhängigen Staat der Basken. Die Untergrundorganisation ETA, die seit vierzig Jahren für dieses Ziel einen bewaffneten Kampf führt, rief Ende März eine dauerhafte Waffenruhe aus. Dies war eine Voraussetzung für Gespräche mit der spanischen Regierung, die Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Donnerstag angekündigt hatte. Einen Zeitplan nannte Zapatero noch nicht.