Eilmeldung

Eilmeldung

Gazprom zwischen Forderungen aus der Ukraine und Turkmenistan

Sie lesen gerade:

Gazprom zwischen Forderungen aus der Ukraine und Turkmenistan

Schriftgrösse Aa Aa

Der russische Energiekonzern Gazprom hat vor einer neuen Gaskrise gewarnt. Hintergrund ist ein Streit zwischen Russland und der Ukraine über die Höhe der Gaspreise. Auf der Hauptversammlung der Gazprom-Aktionäre sagte der Vorstandsvorsitzende Alexei Miller, alle Abmachungen zwischen Gazprom und der Ukraine seien aus dem Gleichgewicht gebracht.

Vor etwa einer Woche hatte die mögliche zukünftige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko angekündigt, nach ihrer Wahl günstigere Gaspreise durchzusetzen. Allerdings wird ihre Wahl weiter von der Opposition verhindert. Die russlandnahe Partei der Regionen blockierte am vierten Tag in Folge das Parlament. Dauert die Blockade einen Monat an, müssen Neuwahlen abgehalten werden.

Gazprom versorgt die Ukraine mit einem Gemisch aus teurem russischem und günstigerem turkmenischem Gas. Problem für Gazprom: Während die Ukraine günstigeres Gas fordern will, kündigte der turkmenische Gaszulieferer seinerseits an, die Preise anzuheben.

Bei der ersten Krise Anfang des Jahres hatte Gazprom die Lieferungen an die Ukraine heruntergefahren, um höhere Preise durchzusetzen. Dadurch kam auch in Europa deutlich weniger russisches Gas an.