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Kritik an China-Tibet Bahnstrecke

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Kritik an China-Tibet Bahnstrecke

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Die höchste Bahnstrecke der Welt ist eröffnet. Sie verbindet China mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa.

Bei der Einweihung im chinesischen Golmud nannte Präsident Hu Jinato die umstrittene Zugstrecke eine “große Errungenschaft”. Sie solle für Wohlstand und Entwicklung in Tibet sorgen. Tibet galt lange als einzige Region der Welt, die nicht per Schiene zu erschließen ist.

Die Zugstrecke führt über 5000 Meter hohe Pässe. Die Station Tanggula ist der höchste Bahnhof der Welt.

Exiltibeter und Demonstranten befürchten jedoch, dass durch die Verbindung Chinas Einfluss auf Tibet wächst. Drei Mitglieder der Kampagne Free Tibet wurden bei einer Protestaktion auf dem Pekinger Hauptbahnhof festgenommen.

Erste Abschnitte der Zugstrecke wurden in den 70ern begonnen und erst vor fünf Jahren fortgesetzt. Die Reise von Golmud nach Lhasa dauert zwölf, von Peking aus 48 Stunden.

Da auf der Strecke der Sauerstoffgehalt teilweise nur halb so hoch ist wie im Flachland, wird wie im Flugzeug zusätzlicher Sauerstoff in die Waggons geleitet. China plant innerhalb der nächsten zehn Jahre drei weitere Zugverbindungen im tibetische Hochland.