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Richtungsentscheidung in Mexiko

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Richtungsentscheidung in Mexiko

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In Mexiko haben die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Begleitet von internationalen Beobachtern und Medien entscheiden die Mexikaner, wer Nachfolger von Staatschef Vicente Fox wird. In Umfragen erreichte der linke Ex-Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Andres Manuel Lopez Obrador, die Mehrheit der Stimmen. Der 42jährige warb mit einer Kampagne gegen die Armut im Land. Mindestens die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als 4 Euro pro Tag. Es wird jedoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem konservativen Felipe Calderon von der regierenden Partei erwartet. Der ehemalige Energieminister steht für eine liberale Wirtschaftspolitik. Internationale Finanzmärkte hoffen auf einen Sieg Calderons.

Die Wahlen gelten als entscheidend für die Interessen des Nachbarlandes USA: das betrifft den Handel, die Einwanderung und die Sicherung der Grenzen. Eine Hauptaufgabe des Wahlsiegers wird die Bekämpfung von Drogenkartellen sein. Rund 71 Millionen Mexikaner sind aufgerufen mehrfach ihre Stimme abzugeben. Neben der Wahl des Präsidenten und des Parlaments wird auch über Gouverneure, Bürgermeister und regionale Parlamente entschieden.