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Rücktritte nach Airbus-Krise bei EADS

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Rücktritte nach Airbus-Krise bei EADS

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Die Krise beim deutsch-französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat Folgen für das Management: Der Co-Vorstandschef des Unternehmens, Noel Forgeard, ist zurückgetreten. Er zieht damit die Konsequenz aus der Lieferverzögerung des Airbus 380. Durch die Probleme beim Tochterunternehmen Airbus waren auf EADS Verluste in Milliardenhöhe zugekommen. Nun soll der Konzern wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden – mit dem bisherigen Chef der französischen Staatsbahn SNCF, Louis Gallois. Gallois gilt als erfahren im Industrie- und Luftfahrtgeschäft. Der 62jährige wird EADS gemeinsam mit dem Deutschen Tom Enders leiten.

Die Lieferpanne sei eine große Enttäuschung für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter gewesen, sagte der deutsche Chef der EADS-Tochter Airbus, Gustav Humbert. Deshalb sei es der richtige Schritt auch seinen Rücktritt anzubieten. Nachfolger Humberts wird der Franzose Christian Streiff. Der teilweise Austausch der Führungsspitze bei EADS und Airbus soll das Unternehmen stabilisieren, da es gerade die Widereinführung des Ladenhüters A350 vorbereitet. – Möglicherweise soll er demnächst umbenannt in A370 den Himmel erobern.