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Kopf-an-Kopf-Rennen bei Präsidentenwahlen in Mexiko

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Kopf-an-Kopf-Rennen bei Präsidentenwahlen in Mexiko

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Mexiko hat gewählt: Rund 71 Millionen Wahlberechtigte waren am Sonntag aufgerufen, über die Nachfolge von Präsident Vincente Fox zu entscheiden, der selbst nicht mehr antreten durfte. Erwartet wird ein denkbar knappes Ergebnis. Als einer der Favoriten gilt der linksgerichtete Bürgermeister von Mexiko-City, Andres Manuel Lopez Obrador von der Partei der Demokratischen Revolution. Er präsentierte sich als Mann des Wechsels und versprach im Vorfeld, sich für eine Umverteilung des Reichtums zugunsten der ärmsten Bevölkerungsschichten stark zu machen.

Allerdings hat auch sein konservativer Rivale, Felipe Calderon, Chancen auf das höchste Amt im Staat. Calderon positionierte sich als Garant für Stabilität und will die Politik des bisherigen Präsidenten fortführen.

Außerdem entschieden die Wähler auch über die künftige Zusammensetzung des mexikanischen Parlaments – die diesbezüglichen Wahlergebnisse sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Die Wahlen verliefen laut Beobachtern ruhig und geordnet – und das Interesse der Bevölkerung war groß: Rund zwei Drittel der Mexikaner beteiligten sich an dem Urnengang; vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Hunderte Menschen konnten ihre Stimme nicht abgeben, weil keine Stimmzettel mehr übrig waren, was für lautstarke Proteste sorgte.

In Mexiko-City demonstrierten unterdessen Tausende Zapatisten gegen die Wahlen und alle politischen Parteien. An der Kundgebung nahm auch Commandante Marcos selbst teil. Die Aktivisten kritisierten mit ihrem Marsch gegen eine, wie sie meinten, “Politik der Unterdrückung” in Mexiko.